Parodontose & Zahnfleischbehandlungen

Die Erkrankung beginnt schleichend.

Bei einer Parodontose handelt es sich um eine Entzündung des Zahnfleisches, die in der Regel zunächst keine Beschwerden verursacht.

Bleibt die Erkrankung jedoch unbehandelt, wird irgendwann der Kieferknochen in Mitleidenschaft gezogen und am Ende droht der Verlust gesunder Zähne. Zudem kann die Entzündung Herz-Kreislauferkrankungen hervorrufen.

Durch eine entsprechende Vorsorge können Sie das Risiko einer Parodontitis minimieren. Doch auch eine vorhandene Zahnfleischentzündung können wir in unserer Praxis gezielt und schmerzarm behandeln.

Gingivitis (Zahnfleischentzündung) – oft der Beginn einer ernsten Erkrankung.

Der Beginn einer solchen Erkrankung findet oft schleichend und unbemerkt statt: Viele Erwachsene mittleren Alters leiden an einer sogenannten Gingivitis. Damit ist eine Zahnfleischentzündung gemeint, die durch Bakterien und mehr oder weniger nachlässige Mundhygiene ausgelöst wird. Stress und Nikotinkonsum sind häufig mitverantwortlich. Da die Zahnfleischentzündung oft keine Beschwerden verursacht, leben viele damit, ohne es zu wissen. Doch Vorsicht: Zahnfleischbluten während des Zähneputzen ist ein Symptom für eine solche Zahnfleischentzündung. Von selbst verschwindet die Gingivitis leider fast nie: Vielmehr verschlimmern sich die Symptome schleichend – so kann es zu geschwollenem, empfindlichem und gerötetem Zahnfleisch sowie Mundgeruch kommen. Wird die Erkrankung früh genug erkannt, kann sie in aller Regel gut behandelt werden. Wird die Zahnfleischentzündung jedoch verschleppt, entwickelt sich daraus häufig eine gefährliche Parodontitis.

Parodontitis – Ursache für ernsthafte Erkrankungen.

Dass eine unbehandelte Parodontitis häufig zu Zahnverlust führt, ist vielen Menschen bekannt. Die Ernsthaftigkeit dieser Erkrankung in der Regel jedoch nicht:
Die Parodontitis ist eine Erkrankung des Zahnhalteapparates bei ca. 30-50% der Erwachsenen. Dabei ist nicht nur das Zahnfleisch betroffen. Vielmehr wird häufig der gesamte Zahnhalteapparat zerstört, was die Auswirkungen so tückisch macht. Der Kieferknochen bildet sich häufig vom Patienten unbemerkt zurück, die Zähne wirken optisch länger, verlieren letztlich ihren Halt und fallen aus. Zahnersatz in Form von Implantaten kann bei Parodontitis nicht mehr befestigt werden, da der Knochen nicht mehr genügend Halt bietet. Doch damit nicht genug: Durch die latent vorhandenen Bakterien kann eine Parodontitis Auslöser lebensbedrohlicher Erkrankungen wie z. B. Diabetes, Erkrankungen der Gelenke oder sogar Herzinfarkt sein.

Entstehung von Parodontitis

Die Parodontitis entsteht nicht nur durch mangelnde bzw. falsche Mundhygiene mit Bildung von Plaque und Zahnstein. Auch eine genetische Prädisposition, verschiedene Krankheiten wie Diabetes oder Osteoporose, Hormonschwankungen und falsche Ernährung können die Entstehung begünstigen. Was viele nicht wissen: Parodontitis ist ansteckend. Sie kann auf Partner oder andere Familienmitglieder übertragen werden, z. B. durch Küsse oder die Benutzung desselben Bestecks.

Eine bestehende Parodontose kann, wenn sie über einen längeren Zeitraum besteht und nicht kontinuierlich behandelt wird, zu Zahnverlust führen. Die Bakterien können sich darüber hinaus auf das Herz-Kreislauf-System, Schwangerschaft (Frühgeburt) etc. negativ auswirken. Wichtig ist eine kontinuierliche und immer wiederkehrende Behandlung, sprich professionelle Zahnreinigung, da diese Erkrankung einmal manifestiert fast ein Leben lang besteht. Wir führen regelmäßig einen Parodontalen Screening Index (PSI) durch.

5 Expertentipps für schöne, gesunde Zähne bis ins hohe Alter

Tipp 1: Bakterien an schlecht erreichbaren Stellen professionell entfernen lassen
Häufig sitzen die Bakterien gerade in schwer erreichbaren Zahnzwischenräumen. Allein schafft man es kaum, diese Bakterienbeläge so gründlich zu entfernen. Die professionelle Zahnreinigung (PZR) schafft Abhilfe und entfernt auch Bakterien an Stellen, die Sie mit der Zahnbürste allein nie erreichen. So bleiben die Zähne dauerhaft gesund.

Tipp 2: Verfärbungen regelmäßig entfernen lassen
Tee, Kaffee, Rotwein und Nikotin hinterlassen mit der Zeit feine Pigmente auf den Zähnen, die als Verfärbungen wahrgenommen werden. Mit der Bürste bekommt man solche Verfärbungen nicht weg. Oft passiert es dann, dass der Druck beim Zähneputzen erhöht wird. Das bringt aber leider gar nichts – außer weiteren Problemen: Durch den erhöhten Druck beim Zähneputzen entstehen auf der Zahnoberfläche Rillen, die die Zähne empfindlicher machen. Im schlimmsten Fall putzt man sich das Zahnfleisch weg – was dann zu freiliegenden Zahnhälsen führt und ebenfalls die Zähne empfindlicher macht. Unnötige teure Folgebehandlungen lassen sich durch regelmäßige professionelle Zahnreinigung vermeiden und die Zähne bleiben hell und strahlend!

Tipp 3: Wissenschaftlich anerkannte Methode zur Früherkennung
Die PZR stellt eine wissenschaftlich anerkannte Methode zur Vorbeugung gegen die häufigsten Krankheiten im Zahn-, Mund und Kieferbereich – nämlich Karies und Parodontitis dar. Beginnende Erkrankungen werden im Frühstadium erkannt und können mit einfachen Mitteln behandelt werden. Das spart unnötige Schmerzen und teuren Zahnersatz.

Tipp 4: Anerkannte Vorsorge bei bestehender Parondontitis
Besteht eine Parodontitis, stellt eine regelmäßige PZR einen erfolgreichen Verlauf dieser Erkrankung sicher. Ebenso begünstigt sie den weiteren Zahnerhalt in den folgenden Jahren.

Tipp 5: Bakterien im Mundraum können die Ursache für Krankheiten sein
Regelmäßige professionell durchgeführte Zahnreinigung tut nicht nur den Zähnen gut: Vielmehr hat sie positive Auswirkungen auf den allgemeinen Organismus, da chronisch entzündetes Zahnfleisch den gesamten Körper belastet! Gerade Menschen mit folgenden Beschwerden / Erkrankungen profitieren besonders von der PZR:

  • Herz-Kreislauf-Patienten
  • Rheuma- und Diabetes-Patienten
  • Schwangere

Die professionelle Zahnreinigung entfernt die Bakterienbesiedlung im Mund. Unbehandelt verbreiten sich diese Bakterien über den Blutkreislauf im gesamten Körper und lösen u.U. lebensbedrohliche Krankheiten aus!